Ein Erfahrungsbericht von Claudia Gatti.

Von der Idee, Routen in MyWay zu teilen, bin ich total begeistert. Denn dies eröffnet mir ganz neue Möglichkeiten, auch in unbekannten Gegenden wandern zu können. Deshalb wollte ich die von Rogers Wandertruppe erstellte Route von Soloturn nach Alttreu einmal ganz allein testen. Ich bin immer noch Eine absolute MyWay-Anfängerin, die Handhabung dieser App ist mir noch nicht wirklich geläufig.

Allso machte ich mich bei tollem Sommerwetter mit iPhone und meinem Hund Bobby auf den Weg nach Solothurn. Die Route hatte ich vorgängig heruntergeladen.  Die Textdatei mit den Anweisungen, wie ich vom Bahnsteig zum Ausgangspunkt der Route gelangen kann, befand sich in einer Mailanlage. Im Zug stellte ich dann aber fest, dass es in der Mail nur einen Betreff, aber keinen weitern Text gab. Ich hatte mir zwar dieselbe Mail zwei mal geschickt, aber dann offenbar doch die Falsche gelöscht. Um nicht abbrächen zu müssen, rief ich Urs   an, der mir    Netterweise trotz meiner Störung während eines Kurses weiter half. Vor dem Bahnhof startete ich dann die Route. Mein iPhone nahm die Fährte auf. Durch eine Vibration wurde mir die Richtung zum Startpunkt angezeigt. Nun zottelte ich glücklich los. Da ich nicht beim vorgesehenen Startpunkt los legte, hühnerten wir irgendwie über eine ziemlich stark befahrene Kreuzung. Dies war wohl ein Bisschen gefährlich. Damit ich die Richtung angezeigt bekam, mußte ich das Handy dauernd in horizontaler Lage in der Hand tragen. Nun fand ich die Apotheke und war somit auf dem korekten Weg. Zuerst ging es durch die Fussgängerzone. Nach einiger Zeit bekam ich von MyWay den Hinweis: "Der Fußweg unterquert die Eisenbahnbrücke, nimm den Holzsteg links".  Aber ich konnte mit besten willen nichts davon entdecken. Per Richtungsangabe und Vibration erreichte ich schliesslich die Badi. Da ging mir ein Licht auf!  Ich hatte keinen Steg entdecken können, weil MyWay mir nicht die Informationen zum gerade aktuellen Standort ansagte, wo ich sie benötigt hätte, sondern immer bereits schon die Informationen für den nächsten Routenpunkt. Nachdem ich das erkannt hatte, waren mir die Angaben auf dem Rest der Strecke Eine gute Hilfe. Anstrengend empfamd  ich nur, dass ich die Anweisungen vom einen bis zum nächsten Punkt im Kopf speichern oder in der Punkteliste auf dem iPhone nachlesen mußte. Es gab Angaben wie "Vor Schiffbau Leemann. Die Strasse verläuft um ca. zwanzig Meter links versetzt weiter. Gehe links dann gleich wieder rechts auf die Naturstraße". Damit war die versetzte Straße gut zu finden. Doch schon bald hörte ich auf meiner rechten Seite Tiere, welche wie Kampfschweine tönten. Der Bauer informierte mich, dass dies eine Sackgasse sei. Wieder zum vorangegangenen Punkt zurück zu finden,  war allerdings recht tricki. Nach einigem Drehen  und hin und her Laufen  zeigte mir das Gerät dann endlich die gesuchte Richtung  an. Kurz vor der Aare zerfranste ich mich zum letzten Mal.  Scheinbar erwischte ich eine parallel verlaufende Naturstraße zur eigentlichen Route. Zuerst wurden die noch zu gehenden meter runter gezählt und auch die Richtungsangabe war unverdächtig. Als die Distanzansage aber Wieder hoch schnellte, drehte ich um. Nun gings der schönen Aare entlang. Alle Bänklis und Grillplätze waren mit einem Routenpunkt versehen. So war es einfach, ein lauschiges Plätzchen zum Ausruhen zu finden. Sobald es „gling“ machte, suchte ich mit dem Stock die nächsten paar Meter ab. So fand ich alle vorhandenen Sitzgelegenheiten. Den Abgang zur Aaretreppe hätte ich jedoch une Hilfe vermutlich kaum gefunden. Ohne weitere Zwischenfälle erreichten wir nach fast sechs Stunden unser Ziel, das Storchendorf Alttreu. Klar, wir verbrachten auch einige zeit auf den Bänklis. Die Gegend scheint sehr schön zu Sein. Ich hörte viele Waßervögel und Schiffe, die auf der Aare vorbei tuckerten. Die Bushaltestelle in Alttreu ist mit einem Punkt markiert.  Obwohl der Bus nur stündlich fährt, wartete ich bloss etwa vier Minuten. Wir wurden von einem klappernden Storch verabschiedet. In Selzach bestiegen wir den Zug Zurück nach Solothurn. Alle drei, iPhone, Hund und ich waren nun ziehmlich auf den Stümpen,  aber glücklich, unser Ziel erreicht zu haben.

 

Fazit dieses Ausflugs:

MyWay entwickelt sich immer mehr zu einer wirklich brauchbaren, hilfreichen App. Das Erlernen der verschiedenen Funktionen  braucht aus dmeiner Sicht aber zeit und Geduld. Navis haben halt die Eigenschaft, daß man sie nicht zu Hause austesten kann. Für die meisten Funktionen muß man in Bewegung sein, um zu erkennen, was sie bewirken. Erst im Nachhinein habe ich erfahren, daß es in MyWay verschiedene Möglichkeiten gibt, um eine Route zu nutzen. Hätte ich die richtige Variante ausgewählt, wären mir die Infos genau zum richtigen Zeitpunkt angesagt worden, und nicht wie im extremsten Fall  1,8 km im voraus. Aus meiner Sicht wäre es  praktisch, wenn Schritt für Schritt Anleitungen, wie sie auf der Webseite der Apfelschule zu finden sind, direkt in die App integriert würden. Toll finde ich, dass man mit MyWay nun auch privat Routen teilen kann.

Nun bleibt mir nur noch den Wandervögeln Urs, Roger und Christian herzlich zu danken.