Wie gut geht das, wenn man in einer unbekannten Gegend mit einer "Fremdroute" von MyWay unterwegs ist? Das war die Frage, die wir am vergangenen Wochenende beantworten wollten.

Also verfolgte Susan, die selber blinde Erstellerin der Saanenlandrouten  Claudia, die eine MyWay Anfängerin und  ebenfalls blind ist und keinen Führhund hat, auf der Wanderung von Saanen nach Rougemont.

Susan: "Wow, es ging viel besser, als ich befürchtet hatte! Es war aber auch super, hinterher zu gehen und dort wo Claudia Schwierigkeiten hatte, habe ich die Route verbessert/ergänzt. Ganz ohne meine Hilfe wäre sie wohl doch nicht ganz so schnell am Ziel angekommen. Ich hoffe, die Route nun so adaptiert zu haben, dass man sie wirklich problemlos findet."

Claudia: "MyWay ist eine gute Navi-APP, die ich sicher weiter testen werde. Mühsam ist, dass man das iPhone horizontal in der Hand halten muss während der Navigation. Dies  ist sehr ermüdend. Immer wieder ist es mir passiert, dass ich es unbewusst nach oben hielt und ich danach reklamierte: "Warum gibt es mir keine Richtungsinformation mehr. Eine Bauchtasche, wie Susan sie hat, werde ich mir auch "bauen" lassen."

Wichtig beim Ablaufen von Routen ist:

  • im Zweifelsfall den vorhergehenden Punkt nochmal auswählen und zuerst zu ihm finden, und dann erst weiter gehen.
  • immer auf dem Weg bleiben! Auch wenn MyWay durch die Pampa möchte. (Die bis jetzt "erhältlichen Routen" gehen alle auf spürbaren Wegen.)
  • Wenn die Richtung eigentlich stimmt, man aber das Gefühl hat, es stimmt was nicht, nach einer Parallelstrasse/einem Parallelweg suchen.
  • Eine Abweichung von 30 Grad, d.h. 11 Uhr oder 1 Uhr, ist immer noch gerade aus. Allerdings geht man dann besser dem entsprechenden Wegrand entlang, d.h. bei 11 Uhr am linken und bei 1 Uhr am rechten.  
  • Wenn man die Richtung sucht, nicht zu sehr im Kreis herumdrehen, lieber mal stehen bleiben und warten bis MyWay was sagt. und sich dann entsprechend drehen (Routennavigation Version MyWay). Auch kann man bei den untersten 4 Einträgen jederzeit sehen, welcher Punkt angewählt ist, welche Infos es zu dem Punkt gibt und in welcher Richtung es weiter geht.

Auf der ursprünglichen Route waren 3 Sitzbänke markiert. Leider ist es bei der überarbeiteten Route nur noch eine . Eine wurde versetzt und eine ist verschwunden. Bänkchen wandern ja leider häufig. Vermutlich gibt es einige mehr, die ihr zufällig entdecken könnt.

Wir haben Fahrradfahrer gefragt, wo unsere Bank hingekommen sei. Sie ist so versetzt, dass sie aus der Route entfernt werden musste, trotzdem konnten wir uns schliesslich darauf unserem Picknick widmen.

 

Susan hat noch weitere Routen auf Lager, die sie gerne mit einem blinden „Vorwanderer“ testen und verfeinern möchte. Wer dazu Lust hat, kann sich gerne bei ihr melden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

PS: Die von Susan und Claudia begangene Wanderung findest du übrigens in MyWay unter Pfadfinder >Dateien > neu >Downloadbereich „Exchange“ >Routen Saanenland.