Roger Dietler hat mich auf einen interessanten Beitrag im Mitteilungsblatt des Schweizerischen Blindenbunds hingewiesen. Es ist dort ein Interview abgedruckt, welches Carola Woidicke mit Saliya Kahawatte geführt hat. Und es ist in der Tat ein bemerkenswerter Beitrag. SaliYa Kahawatte ist 45 jährig, hochgradig sehbehindert  und er hat sich für einen ungewöhnlichen Lebensweg entschieden. Doch höre und lies am besten selber!

Warum ich diesen Hinweis auf der Apfelschule-Seite veröffentliche, hat zwei Gründe: Zum einen ist die Biographie von Saliya bemerkenswert und zum andern lässt sich an diesem Beispiel hervorragend aufzeigen, wie vielfältig das iPhone bei der Informationsbeschaffung und für den Informationszugang genutzt werden kann.

 

Roger hat mir das Blindenbund-Interview in einem Zip-File als Mailanlage zugestellt. Diese Anlage habe ich in meine Dropbox kopiert und so konnte ich den Artikel bequem mit meiner Voice Dream App auf dem iPhone lesen. Eigentlich hätte auch der Link auf die entsprechende Seite der Blindenbundwebseite gereicht, denn auch so lässt sich das Mitteilungsblatt komfortabel mit Voice Dream lesen.

Das Interview hat mich neugierig gemacht, mehr über Saliya zu erfahren. Ob ich denn sein Buch schon gelesen hätte, fragte mich Roger in einer weiteren Mail. Nein, hab‘ ich noch nicht; doch möchte ich eigentlich. Also die SBS Leser App gestartet und nach Kahawatte gesucht. Und da ist es auch schon, das Buch  „Mein Blind Date mit dem Leben“ und mit 2, 3 Klicks ist es auch schon auf meinem iPhone.

Mit der gleichen Mail hat mir Roger auch noch einen Link zu einem Fernsehfilm zugesandt, der am 21. Januar vom ZDF ausgestrahlt worden ist. Und natürlich konnte ich auch diesen Beitrag mit meinem iPhone „ansehen“! – Und das alles bequem im Fauteuil in unserer Stube, beschienen von der milden Frühlingssonne.

Das ist das, was ich am iPhone so liebe. Es eröffnet mir auf vielfältige Weise den Zugang zur Welt: Mit dem Austausch per Mail, mit dem Stöbern in Zeitschriften, mit dem Ausleihen und Lesen von Büchern, mit dem „ansehen“ von Fernsehbeiträgen, mit Recherchen im Internet  und anderem mehr.

Doch nun nochmals zurück zu Saliya Kahawatte: Ich bin mir noch nicht ganz im Klaren, was ich von seinem Lebensweg halten soll. Sein Mut und seine Offenheit gefallen mir. Auch ein Stück weit seine Disziplin und seine Beharrlichkeit. Aber für das Hauptproblem, das uns blinden und stark sehbehinderten Menschen immer wieder begegnet, dass wir unserer Behinderung wegen von unseren Mitmenschen oftmals falsch eingeschätzt werden, hat er meines Erachtens auch noch nicht die ideale Lösung gefunden. Mein persönliches Ziel ist es immer noch, in Würde blind und abhängig zu sein, ohne dabei meine Souveränität einzubüssen.

Und hier noch die Links zu den erwähnten Quellen:

Mitteilungsblatt des Schweiz. Blindenbunds März 2004
Dieser Link öffnet die entsprechende Webseite des Blindenbunds. Du findest in deinem Safarifenster einen Schalter „öffnen in“ und gleich darunter den Schalter „in iBooks öffnen“.
Wenn du das Mitteilungsblatt in Voice Dream lesen willst, betätigst du den „öffnen in“-Schalter. Je nachdem, welche Stimmen du gekauft hast, kannst du dir den Text mit deiner Lieblingsstimme vorlesen lassen. Wenn du mit der Anna zufrieden bist, dann kannst du den Text auch in iBook öffnen und lesen. Das Interview von Carola Woidicke steht auf Seite 26.

Und hier der Link zum ZDF-Beitrag

Augen zu und durch – warum ich alles anders sehe
Dieser Link öffnet die entsprechende Webseite des ZDF. Du findest auf dieser Seite den Eintrag „Video“ und gleich darunter „Die ganze Sendung“. Wenn du darauf klickst, startet der 30minütige Film. Du kannst ihn natürlich jederzeit unterbrechen und auch vor- und rückwärts spulen.

Und nun wünsche ich dir, dass es auch bei dir so gut klappt und natürlich, dass du in den Äusserungen von Saliya Kahawatte auch den einen oder andern Gedanken findest, über den es sich lohnt nachzudenken oder zu diskutieren.