Am letzten Montag war es so weit. Ich erlebte meine Kinopremiere mit Gerda. Nach einem enttäuschenden Start gab es doch noch ein Happyend.
Zusammen mit Edith, der neuen Weg-Redaktorin des SBV besuchte ich im Berner Kinokomplex Pathé Westside den Film „Der Medicus“. Und natürlich hatte ich auch mein iPhone dabei, ausgerüstet mit der App „Greta“ und der bereits zu Hause heruntergeladenen Audiodescription des besagten Filmes. Man müsse nichts anderes tun, als die App starten und die Play-Taste des entsprechenden Films aktivieren, dann beginne die Audiodescription von selbst, sobald der Film zu laufen beginne. So berichtete mir Roger Dietler, der sich den Film mit der Audiodescription bereits in Solothurn „angesehen“ hatte. So liess ich mich denn voller Spannung in meinen Kinosessel fallen, machte es mir mit einem Sack Pommes Chips und einer Flasche Mineralwasser bequem und wartete mit dem Kopfhörer in einem Ohr voller Spannung auf den Start des Films. Endlich war die Werbung vorbei und der Film lief an. Doch mein Ohrhörer blieb stumm! Enttäuscht überprüfte ich die Einstellungen meines iPhones. Ich hatte den richtigen Film ausgewählt und auch das Microphon war in den Einstellungen frei geschaltet, doch die Synchronisation könne nicht durchgeführt werden, stand auf dem Display. Ich solle es erneut versuchen. Das tat ich denn auch wieder und wieder, doch ohne Erfolg! So entschloss ich mich denn, die App zu löschen und das Ganze noch einmal zu laden. Im Kino gab es Gott sei Dank 3G-Empfang und nach wenigen Minuten war ich wieder startbereit. Vorsichtshalber zog ich mein Original-Headset von Apple mal heraus, damit die Synchronisation über das Microphon des iPhones erfolgen kann. Und siehe da, dieses Mal klappte es. Ich steckte mein Headset wieder ein und die Abspielung der Audiodescription klappte bis zum Filmende problemlos.Ich konnte den Film nun richtig geniessen. Und ich muss sagen, die Bild- und Handlungsbeschreibungen waren hervorragend gemacht, so dass ich der Handlung problemlos folgen konnte und auch von der Stimmung einiges mit bekam. Natürlich kann eine noch so gute Bildbeschreibung den visuellen Eindruck beispielsweise einer unendlich weiten Wüstenlandschaft nicht ersetzen, doch eine Bereicherung und eine Anregung für die eigene Vorstellungskraft ist sie allemal. Ob es nun am Headset gelegen hat oder an sonst einem Grund, dass es mit der Synchronisation nicht von Anfang an geklappt hat, vermag ich nicht zu sagen. Sicherheitshalber empfehle ich euch, einen gewöhnlichen Kopfhörer ohne Microphon zu verwenden. Doch eines ist jetzt schon sicher: Der Besuch am letzten Dienstag wird nicht der letzte Kinobesuch sein, den ich zusammen mit Greta unternehme. Und wenn ich dazu wieder eine so nette Begleiterin finde, macht es gleich doppelt Spass.

Die App Greta kann im App-Store gratis herunter geladen werden. Auch der Download der Audiodescriptionen ist kostenlos. Leider stehen zur Zeit noch recht wenige Filme zur Verfügung, doch vermutlich werden es bald mehr. In der App selber gibt es unter dem Menüpunkt „Einstellungen“ eine gute Einführung, die Schritt für Schritt erklärt, wie Greta funktioniert. Also, probiert es aus! Ich wünsche euch jetzt schon ein tolles Kinoerlebnis