Neue iPhones, iPads und Mac-Computer teilen Apple den Standort des Kunden mit und wonach er gesucht hat. Der K-Tipp zeigt, wie man das verhindert.

Christian Birmele, Redaktor K-Tipp

"Spotlight bringt jetzt noch mehr ans Licht": So wirbt Apple für seine neue Suchfunktion auf iPhones, iPads und Mac-Computern. Sie ist in neuere Geräte fest eingebaut. Früher war die Suche auf Inhalte des Geräts beschränkt. Neu erhalten Kunden auch Suchergebnisse aus dem Internet, etwa Wikipedia oder Nachrichtenseiten. Jeder Suchvorgang läuft via Apple-Rechenzentrum. Das heisst: Die Firma weiss genau, was ihre Kunden auf ihrem Gerät suchen. Und: Nicht nur Suchbegriffe, auch der Standort des Geräts wird erfasst. Zudem leitet Apple die Daten an andere Firmen weiter, zum Beispiel an Microsoft. Betroffen sind alle iPhones und iPads mit iOS 8 sowie Macs mit Betriebssystem Yosemite.

«So schaltet man die Ueberwachung aus:»
iPhone und iPad: Einstellungen/Allgemein/Spotlight-Suche.
Häkchen bei "Spotlight-Vorschläge" und "Bing-Suchergebnisse" entfernen. Zudem: Einstellungen/Datenschutz/Ortungsdienste/Systemdienste/"Spotlight-Vor schläge" ausschalten.

Mac-Computer:
Systemeinstellungen/Spotlight.
Häkchen bei "Spotlight-Vorschläge" und "Bing-Suchergebnisse" entfernen.

Apple-Sprecherin Andrea Brack beschwichtigt Es werde nur die Stadt erfasst. Und persönliche Infos würden nach 15 Minuten gelöscht.

 

WLAN automatisch an- und abschalten

Kurt Haupt, Redaktion K-Tipp

WLAN frisst bei Smartphones viel Akkuleistung. Mit speziellen Apps kann man es automatisch ausschalten.
Ist beim Smartphone der kabellose Internetzugang (WLAN) aktiviert, sucht das Gerät permanent nach neuen drahtlosen Netzwerken und versucht, sich mit ihnen zu verbinden. Das kostet viel Strom.

Zudem betätigen sich WLAN-Anbieter als Datensammler. Sie protokollieren, welche WLANs im Empfangsbereich liegen. So erstellen sie ein Bewegungsprofil der Handybesitzer. Und: Geht man über ein fremdes WLAN ins Internet, können Daten und Passwörter ausgespäht werden. Ausserhalb von Heim und Büro sollte man das WLAN am Handy deshalb immer deaktivieren. Zu Hause wiederum sollte es eingeschaltet sein, damit Datensynchronisierung und Backup automatisch ablaufen. Ein nützlicher Helfer ist dabei die kostenlose Android-App "WiFi Automatic" von Vadim Bauer. Verbindet man das Handy mit dem Ladekabel, wird das WLAN eingeschaltet. Trennt man es vom Kabel, wird das WLAN deaktiviert. Wer sein WLAN noch gezielter steuern will, kann die App "Wi-Fi Matic" von Carlos Prados installieren. Sie erkennt aufgrund der Handy-funkzelle (GSM), wo man sich befindet, und schaltet das WLAN entsprechend ein und aus.
Die feinste Steuerung erlaubt die 4 Franken teure App "Tasker": Damit kann man auch komplexe Bedingungen definieren, die dann bestimmte Aktionen auslösen. Tipps zu Tasker gibts im Internet unter www.androidmag.de (Suchbegriff "Tasker-Workshop").

Beim iPhone ist diese WLAN-Automatik nicht möglich, weil die Apps darauf keinen Zugriff haben. Am schnellsten gelangt man an die WLAN-Einstellungen, wenn man mit dem Finger vom unteren Geräterand noch oben fährt. (Anmerkung der Apfelschule: Zuerst Statuselement berühren, danach mit 2 Fingern von unten nach oben streichen)